Februar 2017 | VORARLBERGER WIRTSCHAFT

Liebe Leser!

Für die Präsentation der "Digitalen Agenda für Vorarlberg" haben wir bewusst die Dornbirner Firma Heron als Ort gewählt. Heron steht längst für den digitalen Wandel, für die digitale Transformation, in der sich unsere Wirtschaft aber auch die gesamte Gesellschaft befindet. Heron ist ein Paradebeispiel für den Strukturwandel in unserem Land: Ein Kunde der Heron-Tochter Servus Intralogistics ist Google. Für eine neue
Fabrik in Atlanta hatte der
 Internetriese eine hocheffiziente Intralogistik benötigt, 13 intelligente und autonome Transportroboter von Servus sind heute in der Fabrik im Einsatz.

Digitale Technologien 
verändern die Art, wie wir
 arbeiten und leben und bedeuten für Unternehmen
 große Herausforderungen. 
„Internet der Dinge“, „Big
Data“, „Industrie 4.0“,
 Cloud Computing, Smart City, künstliche Intelligenz, ... was heute passiert, bietet viele wertvolle Chancen, vor allem für Unternehmen, die sich ihr mit dem Willen zur Veränderung stellen. Und diesen Willen zur Veränderung und den Mut zur Weiterentwicklung wollen wir aktiv mit Maßnahmen und Serviceangeboten unterstützen.



Klar ist dabei auch, dass wir weiterhin in die Autobahnen, sprich das Datennetz, des 21. Jahrhunderts investieren müssen. Zirka alle zwei Jahre verdoppelt sich derzeit das übertragene Datenvolumen und die Vernetzung und selbständige Kommunikation von Geräten steht erst am Anfang der Entwicklung. Es muss uns gelingen, die Chancen und Möglichkeiten, die sich daraus ergeben in den Vordergrund zu stellen. Das Potenzial im Land ist jedenfalls riesig.

Und Heron-Chef Christian Beer hat es klar und richtig formuliert: „Innovation ist das einzige, was eine Gesellschaft insgesamt reicher macht. Es fragt sich, wie hoch die Veränderungsbereitschaft ist und sind wir hungrig genug, haben wir den Anreiz, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen?"

Eine Angst vor dieser Veränderung ist unbegründet, vor allem dann, wenn wir uns intensiv mit der Qualifizierung auseinandersetzen und zudem ein entsprechend angepasstes soziales System in einer digitalen Arbeitswelt anbieten.

Eine solche Arbeitswelt muss flexibel sein, das heißt auch, dass unsere Arbeitszeiten mehr Flexibilität brauchen. Es geht dabei weder um Lohnraub, Feiertagsstreichung, Sonntagsarbeit noch um eine generelle Arbeitszeitverlängerung, sondern um eine bessere Anpassung der Arbeitszeit an Auftragsspitzen und damit an die Erfordernisse des Marktes. Davon können alle Seiten nur profitieren, da nicht nur bestehende Arbeitsplätze gesichert und stabilisiert werden können, sondern auch das Entstehen neuer Arbeitsplätze zu erwarten ist. Also, Zeit wird's!



Hans-Peter Metzler
WB-Obmann


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