Meldung von Kapitalabflüssen

Begleitend zur Einführung des zentralen Kontenregisters wurden Banken dazu verpflichtet, Kapitalabflüsse von privaten Konten über 50.000 Euro an das Bundesministerium für Finanzen zu melden. Die Finanz prüft in letzter Zeit verstärkt diese Meldungen und fordert eine Vielzahl von Unterlagen dazu an.

Dabei geht es zumeist darum, die Plausibilität der Zahlungsflüsse darauf hin zu analysieren, ob eine allfällige Steuerhinterziehung erkennbar ist. Betroffen von dieser Regelung sind z. B. die Auszahlung von Sicht-, Termin oder Spareinlagen bzw. die Übertragung von Eigentum an Wertpapieren. Gemeldet werden nicht nur Abflüsse von Einzelbeträgen über 50.000 Euro, sondern auch offenkundig verbundene Zahlungen. Gemeint sind dabei Zahlungen, die in einem einzelnen Vorgang abgewickelt werden könnten aber trotzdem getrennt durchgeführt wurden (z.B. zwei Überweisungen zu je 30.000 Euro). Unabhängig von einer möglichen Steuerhinterziehung gibt es auch andere Beispiele die eine Meldung an die Finanz zur Folge haben: Überweisung von 55.000 Euro von einem Girokonto für den Kauf eines Pkw oder eine Überweisung (Schenkung) an ein Kind in Höhe von 55.000 Euro.

Nicht betroffen von dieser Meldepflicht sind Abflüsse von Geschäftskonten sowie Eigenübertragungen vom Eigentümer auf ein anderes eigenes Konto bei derselben Bank. Eine Meldepflicht besteht jedoch dann, wenn die Übertragung auf eine andere Bank erfolgt oder von einem Privatkonto auf ein Geschäftskonto desselben Eigentümers durchgeführt wird.



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