Ausbau der Öffis in Richtung Steiermark notwendig

Insgesamt waren Ende des vergangenen Jahres im Bezirk Oberwart 861 Personen langzeitbeschäftigungslos, d.h. sie sind länger als 365 Tage arbeitslos gemeldet. Für einen Teil dieser Gruppe wäre es möglich, in der Steiermark einen Arbeitsplatz zu bekommen. Aufgrund der schlechten Erreichbarkeit mit Bus und Bahn bleibt vielen diese Möglichkeit aber verwehrt.

Ein Ausbau der Infrastrukur im Bereich des öffentlichen Verkehrs wäre wünschenswert
Ein Ausbau der Infrastrukur im Bereich des öffentlichen Verkehrs wäre wünschenswert ©iStock

„Es ist verständlich, wenn die Menschen pro Strecke nicht zwei Stunden Anfahrtszeit mit den öffentlichen Verkehrsmitteln auf sich nehmen können", sagt Direktor Ulf Schneller. „Wenn man zuerst mit dem Autobus bis nach Hartberg fahren muss und dann noch einmal knapp 80 Minuten nach Graz, ist das schon eine Herausforderung."

Eine Direktverbindung zwischen Oberwart und Graz wäre daher notwendig. „Die Menschen müssen die Möglichkeit haben, in einer angemessenen Zeit vom Wohnort zum Arbeitsplatz und wieder zurück zu kommen. Das Land soll sich für eine entsprechende Anbindung einsetzen. Wir müssen zum Wohle der Menschen über die Landesgrenzen hinaus in Regionen denken."

Die Zahlen des AMS unterstreichen, dass die Erfolgsaussichten für die Arbeitssuchenden aus dem Bezirk in der Steiermark höher sind als im Burgenland. Die Steiermark hat ein mehr als doppelt so hohes Beschäftigungsplus vorzuweisen. Aus diesem Grund hat das AMS Oberwart allein im vergangenen Jahr 4.916 Vermittlungsversuche in das Nachbarbundesland unternommen. 



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