Wirtschaftsbund begrüßt stärkere Kontrollen gegen Lohn- und Sozialdumping

20.02.2020/

Bundesleitung

WB-Egger: Für internationale Konzerne müssen die gleichen Regeln gelten wie für Familienbetriebe

„Wir begrüßen die heute von Finanzminister Blümel und Arbeitsministerin Aschbacher präsentierten Maßnahmen im Kampf gegen Sozialbetrug am österreichischen Arbeitsmarkt. Es kann nicht sein, dass sich wenige internationale Konzerne nicht an die Regeln halten. Solche Betrugsfälle bringen alle Unternehmer in Verruf“, so WB-Generalsekretär Kurt Egger.

Ausländische Unternehmen sind für 70% aller rechtskräftig verhängten Strafen aufgrund von Sozialdumping verantwortlich

„Bis auf einige schwarze Schafe sind die Arbeitsverhältnisse in den österreichischen Betrieben gut. Unseren Unternehmerinnen und Unternehmern ist das Wohlergehen ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wichtig. Nur so können unsere Betriebe langfristig erfolgreich sein. Deshalb ist es auch richtig, nicht mit neuen Gesetzen alle zu bestrafen, sondern durch stärkere und gezielte Kontrollen die richtigen zu erwischen“, so Egger.

Dabei handelt es sich hauptsächlich um ausländische Unternehmen und deren entsendete Mitarbeiter. Die Summe der Geldstrafen, die gegen ausländische Unternehmen wegen Sozialdumping rechtskräftig verhängt wurden, ist drei Mal so hoch, wie gegen österreichische Betriebe. „Hier muss auch die Durchsetzung der Strafen gesichert werden. Da Strafen oft im Ausland eingetrieben werden müssen, sind unterschiedliche nationale Gesetze anwendbar. Daher gestaltet sich die Strafverfolgung im Ausland als äußerst schwierig. Deshalb muss sichergestellt werden, dass die österreichischen Instrumente wie Sicherheitsleistung und Zahlungsstopp rasch unionsrechtskonform gestaltet werden. Damit kann gegen ausländische Sozialdumper in Österreich effektiv vorgegangen werden“, so Egger abschließend.




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