Wirtschaftsbund: Jobgipfel gut und notwendig

19.09.2018/

Bundesleitung

Wichtige Maßnahme der Bundesregierung um den Fachkräftemangel zu lindern

„Unsere Betriebe suchen händeringend nach qualifizierten Mitarbeitern – der Fachkräftemangel belastet die österreichischen Unternehmen massiv. Daher freut es uns, dass die Bundesregierung diesem Thema im Rahmen des Jobgipfels ihre volle Aufmerksamkeit widmet“, hält René Tritscher, Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes, fest. Derzeit fehlen in Österreich 162.000 Fachkräfte. Unternehmen müssen bereits Aufträge ablehnen, weil ihnen die notwendigen Mitarbeiter fehlen. Dadurch entgehen den Unternehmen nicht nur wichtige Umsätze, sondern es geht auch Wertschöpfung verloren. Handlungsbedarf besteht also jetzt! Um dieses Problem zu lindern, muss an unterschiedlichen Schrauben gedreht werden. Das heute im Rahmen des Jobgipfels präsentierte Maßnahmenpaket basiert auf drei Säulen und ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Der Hauptfokus liegt auf der Aus- und Weiterbildung der Fachkräfte von morgen im Inland. „Wichtig ist für uns, Österreichs Betrieben durch einen qualifizierten Fachkräftenachwuchs eine starke Position im internationalen Wettbewerb zu garantieren. Dabei setzen wir auf die Weiterentwicklung des Erfolgsmodells: Lehre!“, betont Tritscher. Die duale Ausbildung ist die Kernqualifikation Nummer eins am österreichischen Arbeitsmarkt und ein Erfolgsmodell für Österreichs Betriebe und den Wirtschaftsstandort an sich.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung der Mobilität, sowohl zwischen den Bundesländern als auch innerhalb der Europäischen Union. Allein in Österreich gibt es derzeit 60.000 Arbeitslose unter 25 Jahren inklusive Schulungsteilnehmer, die am Arbeitsmarkt verfügbar sind. Wichtig ist, dass Angebot und Nachfrage an Arbeitskraft zusammengeführt werden, sodass vorhandene Potenziale optimal genutzt werden können.

Die letzte Säule basiert auf der Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte aus Drittstaaten. Um den Fachkräftebedarf zu sichern, muss die Rot-Weiß-Rot-Card unter Berücksichtigung der Bedürfnisse der heimischen Wirtschaft neu ausgerichtet werden. Die Verfahren müssen rascher und unbürokratischer werden, beispielsweise durch digitale Lösungen. Besonders wichtig in diesem Zusammenhang ist die Regionalisierung der Mangelberufsliste: ein notwendiger Schritt, um den Fachkräftebedarf vor allem in ländlichen Regionen zu decken.

Der Wirtschaftsbund steht für einen Austausch bereit, um gemeinsam mit der Bundesregierung das Potenzial der Jungen in Österreich besser zu nutzen und die Lehre zu modernisieren. Sodass Österreichs Betriebe auf gut ausgebildete Fachkräfte zählen können.



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