Wirtschaftsbund: Gesundheitsministerium plant Werbeverbot für Lebensmittel

11.11.2020/

Bundesleitung

Gold Plating-Entwurf von Anschober schadet Medien, Werbebranche und Lebensmittelproduzenten

„Eine anstehende Novelle der EU-Richtlinie über audiovisuelle Mediendienste nutzt anscheinend das Gesundheitsministerium, um Werbung für Lebensmittel gänzlich zu verbieten. Das ist ein schwerer Eingriff in die Grundrechte und zum Schaden der Medienlandschaft und Erzeuger in Österreich“, so Abg.z.NR. Carmen Jeitler-Cincelli, stv. Generalsekretärin des Wirtschaftsbundes.

Ziel der EU-Richtlinie wäre es, Vorgaben für die Bewerbung von Lebensmitteln in Kindersendungen zu schaffen. Dies wurde in Österreich bereits 2010 in einem Verhaltenskodex der Branche erfolgreich umgesetzt. Die Richtlinie wurde nun novelliert und soll lediglich erweitert werden (u.a. für Social Media und Online-Kanäle).

Der Entwurf des Gesundheitsministeriums sieht allerdings vor, dass in Österreich wesentlich restriktiver verfahren wird. Es wurde eine eigenes „Nährwertprofil“ ausgearbeitet, mit dem in Zukunft beurteilet werden soll, welche Werbung geschalten werden darf und welche nicht. Das hätte ein absolutes Werbeverbot für einen Großteil der Lebensmittelkategorien zur Folge: Fruchtmilch, Joghurtprodukte, Süßigkeiten, Kuchen, Desserts, Speiseeis, Müsliriegel, Softdrinks, Wurst, Fleischerzeugnisse sowie Fischstäbchen.



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