Haubner: LSE-Studie bestätigt eingeschlagenen Reformweg des Hauptverbandes

24.08.2017/

 Bundesleitung

Kritik - Selbstbehalte im Gesundheitssystem wurden in LSE-Studie nur oberflächlich beleuchtet – sehr wohl positive Lenkungseffekte gegeben

Wirtschaftsbund-Generalsekretär Peter Haubner sieht in der heute vorgelegten Effizienzstudie über die österreichischen Sozialversicherungen, die von der  London School of Economics (LSE) verfasst wurde, eine Bestätigung des eingeschlagenen Reformweges. Der Hauptverband unter dem Vorsitz von Alexander Biach leiste gute Arbeit und die Modernisierungen würden erste Erfolge zeigen. Haubner: „Dieser Reformweg ist konsequent weiterzuverfolgen, damit das österreichische Gesundheitssystem auch in Zukunft auf höchstem Niveau und mit solider Finanzierung aufrechterhalten werden kann.“

Der Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes (ÖWB) sieht in der LSE-Studie zudem eine Bestätigung der Notwendigkeit von Leistungsharmonisierungen im Sinne von Vereinfachungen. Haubner: „Es geht um Gerechtigkeit und natürlich auch um Aufgabenbündelung. Oberstes Ziel muss die kostenneutrale Aufgabenbündelung Beitragsvereinfachung sein.“ Als Beispiele nennt Haubner Synergien bei IT-Systemen oder im Beschaffungsbereich.

Klar ist für Haubner, dass das hohe Leistungsniveau aufrecht bleiben muss, es aber zu keinen zusätzlichen Belastungen der Unternehmer kommen darf.

Die in der Studie gezogenen Schlüsse zum Thema Selbstbehalte kann Abg.z.NR Haubner nicht nachvollziehen: „Hier bleibt die Studie sehr an der Oberfläche. Positive Effekte von Selbstbehalten wurden nicht ausreichend berücksichtigt. Denn ich möchte klar betonen, dass Selbstbehalte sehr wohl eine steuernde Wirkung haben können.“ Haubner regt an, dass dieser Bereich einer weiteren gründlicheren Betrachtung unterzogen werden müsse.

Es gäbe auch bereits einzelne Sozialversicherungsträger wie die SVA, deren Anreizsysteme im Präventionsbereich erfolgreich laufen. Haubner: „Solche Vorreiter-Projekte können als Vorbilder dienen. Denn klarerweise ist Prävention kostengünstiger und auch für die Menschen vorteilhafter, als später teure Behandlungen durchführen zu müssen.“ 



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